Tiefgaragen- und Parkflächenabdichtung mit Gussasphalt

Ralf Hofmeister, Geschäftsführer der HOFMEISTER Gussasphalt GmbH & Co. KG erläutert anhand eines durchgeführten Bauprojekts, worauf es bei der Planung von Parkflächen in Parkhäusern und Tiefgaragen ankommt. Die Unternehmen der HOFMEISTER Gruppe sind Spezialisten für die Verarbeitung von Gussasphalt. Ein wesentliches Einsatzfeld ist die Parkflächenabdichtung.

Ralf Hofmeister, Sie haben nun bereits viele Jahre Erfahrung. Welches sind die drei wesentlichen Planungs- und Ausführungsaufgaben für den wirtschaftlichen Betrieb von Parkhäusern und Tiefgaragen?

Um eine Tiefgarage oder ein Parkhaus nachhaltig und kosteneffizient zu betreiben, müssen die drei Aspekte: Abdichtung, Gefälle und Entwässerung unbedingt berücksichtigt werden.

Was bedeutet das genau?

Abdichtung bedeutet, dass der Konstruktionsbeton einer Tiefgarage langfristig gegen Betonkorrosion geschützt werden muss. Das lösen wir durch eine Abdichtung aus einer Bitumenschweißbahn und Gussasphalt. Dieses System überzeugt durch seine hohe Rissüberbrückung, lange Lebensdauer und die geringen Life-Cycle-Kosten. Gegenüber einem herkömmlichen Dünnschichtsystem bedeutet das eine deutlich höhere Lebensdauer, bei geringerem Betriebsaufwand.

Die Planungs- und Ausführungsaufgabe Nummer zwei ist das ausreichende Gefälle. In Tiefgaragen ist ein Gefälle von mindestens 1,5 Prozent sicherzustellen. Nur dadurch wird gewährleistet, dass das eingetragene chloridbelastete Wasser schnell abgeführt werden kann und sich nicht schädlich an Wänden und Stützen ansammelt. Außerdem wird, im Sinne der Nutzerfreundlichkeit, die Pfützenbildung verhindert.

Der dritte Aspekt ist die Entwässerung. Hiermit sind Bodenabläufe in ausreichender Anzahl gemeint. Denn nur mit Abläufen kann das durch das Gefälle geführte Wasser effektiv abgeleitet werden. Im Einzelfall können auch Sickergruben, die mit einer Pumpeinrichtung versehen sind, verbaut werden. In jedem Fall ist ein fachgerechter Anschluss der Flächenabdichtung an die Entwässerungseinrichtung notwendig.

Wie gut sind diese Planungs- und Ausführungsaufgaben nun in dem von Ihnen genannten Bauprojekt berücksichtigt worden?

Bei diesem Projekt, handelt es sich um eine Tiefgarage, die vor sechs Jahren neu gebaut wurde. Leider sind diese Grundsätze missachtet worden. Das heißt, dass der Estrich auf Trennlage, also ohne Abdichtung, aufgebracht wurde. Zudem sind kein Gefälle ausgebildet und keine Entwässerungseinrichtungen eingebaut worden. Hierdurch konnte das tausalzbelastete Flächenwasser ungehindert an die Betonwände gelangen und sich unter dem verlegten Estrich verteilen. Massive Betonkorrosionsschäden waren damit nach so kurzer Nutzungsdauer die Folge.

Wie sind Sie bei der Sanierung der Tiergarage vorgegangen?

Unser Team hat den vorhandenen Estrich aufgebrochen. Daraufhin wurde die genaue Chloridkontamination des Betons ermittelt. An allen betroffenen Stellen wurde der Beton aufwändig entfernt und mit geprüften Instandsetzungsprodukten wieder reprofiliert und hergestellt. Diese Arbeiten dürfen nur geschulte Mitarbeiter und güteüberwachte Firmen ausführen.

Nach Abschluss der Betoninstandsetzung wurde der Untergrund für das Abdichtungssystem durch Kugelstrahlen abtragend vorbereitet. Anschließend wurde eine Epoxidharzgrundierung aufgebracht. Daraufhin folgte die eigentliche Abdichtung, bestehend aus einer speziellen Bitumenschweißbahn und der Gussasphaltschutzschicht. Die nachfolgende Gussasphaltdeckschicht wurde mit Quarzsand abgerieben. Hierdurch wird eine robuste und rutschfeste Oberfläche gewährleistet.

An allen Aufkantungen, wie den Wänden und Pfeilern, wurde die Abdichtung mit systemkonformen Materialien hochgezogen. Das verhindert den schädlichen Einfluss von Spritzwasser. Insgesamt wird so ein unterlaufsicheres System hergestellt.

Die durch die Tiefgarage verlaufende Gebäudedehnfuge wurde mit einem geeigneten Metallprofil abgedichtet. Dieses wurde an die angrenzende Flächenabdichtung angeschlossen.

Um neben der Funktionalität auch eine helle und freundliche Tiefgarage zu erhalten, wurden alle Tiefgaragenwände und –decken mit einem neuen Anstrich versehen.

Was sind abschließend die wesentlichen Vorteile der Verbundbauweise mit Gussasphalt?

Durch die Abdichtung der Parkflächen mit Schweißbahn und Gussasphalt, entsteht eine verschleißfeste, wasser- und tausalzbeständige Oberfläche. Eine Schädigung der Betonkonstruktion ist ausgeschlossen. Außerdem ist Gussasphalt abriebfest, elastisch und verschleißfest. Die Verbundbauweise mit HOFMEISTER Gussasphalt ermöglicht kalkulierbare Betriebskosten und eine lange Lebensdauer.

Also sollten sich Parkhaus- und Tiefgaragenbetreiber bestenfalls schon beim Neubau für Gussasphalt entscheiden?

Auf jeden Fall. Werden die Planungsgrundsätze bereits beim Neubau berücksichtigt, so kann eine spätere aufwändige und kostenintensive Sanierung vermieden werden. Zudem ermöglicht die Verbundbauweise mit Gussasphalt optimierte Bauzeiten. Die Fahrbahnflächen sind nach dem Erkalten sofort wieder befahrbar. Letzlich rechnet sich eine Abdichtung mit Schweißbahn und Gussasphalt durch seine lange Lebensdauer und den geringen Wartungsaufwand immer für den Investor.

Ralf Hofmeister, sind Sie auch auf der Messe PARKEN in Karlsruhe vertreten?

Ja, Sie finden uns auf der PARKEN in Halle 1 am Stand A21. Dort sind wir gemeinsam mit unseren Park>>Raum Systempartnern vertreten. Besuchen Sie uns gern und lernen Sie das wirtschaftliche Park>>Raum Konzept kennen.

Interviewpartner: Ralf Hofmeister, HOFMEISTER Gussasphalt GmbH & Co. KG

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